Mit Benachrichtigungen bleiben Sie über den Zustand und die Leistung Ihrer Air-Gap-Bereitstellungen auf dem Laufenden. Sie erhalten zeitnah Benachrichtigungen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, und können so Folgendes tun:
- Probleme proaktiv angehen: Probleme erkennen und darauf reagieren, bevor sie sich auf Nutzer oder Geschäftsabläufe auswirken.
- Ausfallzeiten reduzieren: Dienstunterbrechungen minimieren, indem Sie schnell Korrekturmaßnahmen ergreifen.
- Servicelevel einhalten: Sicherstellen, dass Ihre Anwendungen die Leistungs- und Verfügbarkeitsziele erfüllen.
- Betriebliche Statistiken erhalten: Trends und Muster in Ihrer Umgebung erkennen, um die Ressourcennutzung und Leistung zu optimieren.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über das Erstellen und Verwalten von Benachrichtigungen in Google Distributed Cloud (GDC) mit Air Gap. Außerdem wird erläutert, wie Sie Monitoringdaten verwenden können, um kritische Ereignisse in Ihren Anwendungen und Ihrer Infrastruktur proaktiv zu erkennen und darauf zu reagieren.
Arten von Benachrichtigungsrichtlinien
Messwertbasierte Benachrichtigungsrichtlinien verfolgen Monitoringdaten und benachrichtigen bestimmte Personen, wenn eine Ressource eine vordefinierte Bedingung erfüllt. Eine Benachrichtigungsrichtlinie, die die CPU-Auslastung einer virtuellen Maschine überwacht, sendet beispielsweise eine Benachrichtigung, wenn ein Ereignis die Richtlinie aktiviert. Alternativ kann eine Richtlinie, die eine Verfügbarkeitsdiagnose überwacht, Bereitschafts- und Entwicklungsteams benachrichtigen.
Wenn Sie wiederkehrende Ereignisse in Ihren Logs im Zeitverlauf überwachen möchten, verwenden Sie logbasierte Messwerte, um Benachrichtigungsrichtlinien zu erstellen. Logbasierte Messwerte generieren numerische Daten aus Loggingdaten. Logbasierte Messwerte eignen sich für folgende Zwecke:
- Zählen der Vorkommen einer Nachricht in Logs, beispielsweise einer Warnung oder eines Fehlers. Sie können sich benachrichtigen lassen, wenn die Anzahl der Ereignisse einen Schwellenwert überschreitet.
- Beobachten von Trends in Ihren Daten, z. B. von Latenzwerte in Ihren Logs. Sie können sich benachrichtigen lassen, wenn sich die Werte auf inakzeptable Weise ändern.
- Erstellen von Diagrammen, um die aus Logs extrahierten numerischen Daten darzustellen.
In GDC können Benachrichtigungen Seiten und Tickets für kritische Fehler generieren. Seiten erfordern sofortige Maßnahmen von einem Operator, während Tickets weniger dringend sind.
Schlüsselkomponenten
Der GDC-Benachrichtigungsdienst verwendet die folgenden Komponenten:
- Prometheus: Ein Open-Source-Monitoringsystem, das häufig zum Erfassen und Speichern von Messwerten verwendet wird. Es bietet eine leistungsstarke Abfragesprache (PromQL) zum Definieren von Benachrichtigungsregeln.
- Monitoringplattform: Ein verwalteter Monitoringdienst, der Messwerte aus verschiedenen Quellen erfasst, darunter Prometheus. Er bietet erweiterte Funktionen wie Grafana-Dashboards, benutzerdefinierte Messwerte und Benachrichtigungen.
- Alertmanager: Eine Komponente, die für den Empfang, die Verarbeitung und das Routing von Benachrichtigungen zuständig ist. Sie unterstützt das Gruppieren, Stummschalten und Unterdrücken von Benachrichtigungen, um Rauschen zu reduzieren und die Effizienz zu verbessern.
Benachrichtigungsworkflow
GDC bietet ein Benachrichtigungsframework, das in verschiedene Monitoringtools und ‑dienste integriert ist. Der typische Workflow umfasst die folgenden Phasen:
- Datenerhebung: Verwenden Sie Tools wie Prometheus und Fluent Bit, um Messwerte und Logs aus Ihren Anwendungen, Ihrer Infrastruktur und Kubernetes zu erheben.
- Monitoring: Speichern und visualisieren Sie die erhobenen Daten in Grafana Dashboards.
- Benachrichtigungsregeln: Definieren Sie Benachrichtigungsregeln basierend auf bestimmten Bedingungen, z. B. wenn die CPU-Auslastung einen Schwellenwert überschreitet oder die Anzahl der Anwendungsfehler eine bestimmte Rate überschreitet.
- Alertmanager: Alertmanager empfängt Benachrichtigungen, die durch die definierten Regeln ausgelöst werden, und verarbeitet das Routing und die Stummschaltung von Benachrichtigungen.
- Benachrichtigungen: Sie erhalten Benachrichtigungen über verschiedene Kanäle, z. B. per E-Mail, SMS oder Webhooks.
Best Practices
Beachten Sie beim Einrichten von Benachrichtigungen die folgenden Best Practices:
- Klare und umsetzbare Benachrichtigungen definieren: Ihre Benachrichtigungen sollten spezifische Informationen zum Problem enthalten und geeignete Maßnahmen vorschlagen.
- Geeignete Schweregrade festlegen: Kategorisieren Sie Benachrichtigungen nach ihrer Auswirkung und Dringlichkeit, um die Reaktionsbemühungen zu priorisieren.
- Benachrichtigungsüberlastung vermeiden: Optimieren Sie Ihre Benachrichtigungsregeln, um falsch positive Ergebnisse und unnötige Benachrichtigungen zu minimieren.
- Benachrichtigungen regelmäßig testen: Prüfen Sie, ob Ihre Benachrichtigungen korrekt ausgelöst werden und Benachrichtigungen wie erwartet zugestellt werden.
- Benachrichtigungsstrategie dokumentieren: Dokumentieren Sie Ihre Benachrichtigungsregeln, Benachrichtigungskanäle und Eskalationsverfahren.