AlloyDB Omni mit RPM – Übersicht

Wählen Sie eine Dokumentationsversion aus:

Wenn Sie Datenbankarbeitslasten mit hoher Leistung direkt in Ihrer eigenen Infrastruktur ausführen möchten, ohne den Overhead von Containern, verwenden Sie die AlloyDB Omni Red Hat Package Manager-Bereitstellungsoption (RPM). In dieser Übersicht wird beschrieben, wie Sie die AlloyDB for PostgreSQL-Engine auf Standard-Linux-Distributionen wie RHEL 9 und Rocky Linux 9 installieren und verwalten.

Wenn Sie dieses Bereitstellungsmodell verwenden möchten, senden Sie dieses Formular, um Zugriff anzufordern.

Anwendungsfälle

Die RPM-Bereitstellungsoption ist für Umgebungen konzipiert, in denen die Containerisierung nicht bevorzugt wird oder eine enge Integration in das Hostbetriebssystem erforderlich ist. Zu den häufigsten Anwendungsfällen gehören:

  • Modernisierung von Legacy-Anwendungen: Aktualisieren Sie vorhandene PostgreSQL-Arbeitslasten, die auf Linux-Servern ausgeführt werden, auf die RPM-Bereitstellungsoption, um die Leistung und Verwaltbarkeit zu verbessern, ohne auf Container umzusteigen.
  • Edge-Computing: Stellen Sie leistungsstarke Datenbanken in Remote-Rechenzentren bereit, in denen Ressourcenbeschränkungen oder Betriebsmodelle die direkte Installation des Betriebssystems (OS) bevorzugen.
  • Entwicklung und Tests: Geben Sie Entwicklern eine leistungsstarke lokale Datenbankinstanz, die die AlloyDB for PostgreSQL-Produktionsumgebung widerspiegelt, um konsistente Tests und schnelle Iterationen zu ermöglichen.
  • Hohe Datenbankleistung: Nutzen Sie die hohe Leistung in Bare-Metal- oder virtuellen Umgebungen.
  • Ruhende Daten schützen: Schützen Sie alle Daten im Ruhezustand in Ihren AlloyDB Omni-Clustern, ohne den Anwendungscode zu ändern, indem Sie die transparente Datenverschlüsselung aktivieren. Wenn Sie diese Funktion aktivieren, werden alle kritischen ruhenden Daten automatisch verschlüsselt, bevor sie auf die Festplatte geschrieben werden. So können Sie Complianceanforderungen erfüllen und vertrauliche Informationen schützen.

Vorteile

AlloyDB Omni mit RPM bietet folgende Vorteile:

  • Überlegene Leistung: Die Lösung verwendet die spaltenorientierte Engine von AlloyDB for PostgreSQL und intelligentes Caching, um schnellere analytische Abfragen und einen höheren Transaktionsdurchsatz im Vergleich zu Standard-PostgreSQL zu ermöglichen.
  • Vollständige Kontrolle: Die Lösung wird direkt auf dem Betriebssystem installiert, sodass Systemadministratoren mit Standard-Linux-Tools die vollständige Kontrolle über die Ressourcenzuweisung, die Dateisystemkonfiguration und die Netzwerkeinstellungen haben.
  • 100% PostgreSQL-Kompatibilität: Die Lösung ist vollständig mit PostgreSQL kompatibel, sodass Sie vorhandene Tools, Treiber und Erweiterungen ohne Codeänderungen verwenden können.
  • Einfache Bedienung: Die Lösung lässt sich nativ in RHEL-Systeme einbinden. Sie können den Datenbankdienst mit systemctl verwalten und mit dnf installieren oder aktualisieren. So lässt sich die Lösung nahtlos in vorhandene Linux-Verwaltungsabläufe einfügen.
  • Intelligente Automatisierung: Die Lösung reduziert den Verwaltungsaufwand durch Autopilotfunktionen wie adaptive automatische Bereinigung und automatische Arbeitsspeicherverwaltung. Dabei wird der gemeinsame Zwischenspeicher dynamisch an den Arbeitsspeicherdruck des Systems angepasst, um die Ressourcennutzung ohne manuelle Optimierung zu optimieren.

Architektur

Die RPM-Bereitstellungsoption wird als eine Reihe integrierter Softwarekomponenten direkt auf dem Hostbetriebssystem ausgeführt. Für den Speicher wird das Standard-Linux-Dateisystem verwendet, sodass Sie Ihre vorhandene Speicherinfrastruktur und Ihre Verwaltungspraktiken nutzen können.

Kernkomponenten

Die Architektur der RPM-Bereitstellungsoption besteht aus den folgenden primären RPM-Paketen, die zusammenarbeiten, um den Datenbankdienst bereitzustellen:

  • alloydbomni: Dieses Paket ist die Kern-Datenbank-Engine. Es enthält die erweiterten PostgreSQL-Serverbinärdateien, die spaltenorientierte Engine von AlloyDB for PostgreSQL und die Autopilot-Verwaltungserweiterungen. Die Engine wird als Systemdienst ausgeführt (verwaltet von systemd) und verarbeitet Clientverbindungen, Abfragen und Datenspeicher.
  • alloydbomni_monitor: Dieses Paket ist ein schlanker Monitoring-Agent, der neben der Kern-Engine ausgeführt wird. Er erfasst Telemetrie- und Leistungsmesswerte aus der AlloyDB for PostgreSQL-Instanz und stellt sie über das Prometheus-Protokoll für Observability-Tools zur Verfügung.

System integration

Die RPM-Bereitstellungsoption lässt sich direkt in das Linux-System einbinden:

  • Dienstverwaltung: Die Datenbank wird als systemd-Dienst (alloydbomni18.service) ausgeführt. Administratoren verwenden Standardbefehle wie systemctl start, systemctl stop und systemctl status, um den Lebenszyklus der Datenbank zu verwalten.
  • Paketverwaltung: Die Installation und Aktualisierung erfolgt mit dem Paketmanager dnf. So lassen sich die Versionsverwaltung und die Abhängigkeitsverwaltung über Standard-Repositories einfach durchführen.
  • Dateisystem: Daten werden in Standardverzeichnissen gespeichert (z. B. /var/lib/postgresql/), sodass Standard-Linux-Sicherungstools und Speichersnapshots verwendet werden können. Sie können jedoch ein anderes Verzeichnis für die Datenspeicherung konfigurieren.

Nächste Schritte