Onlinevergleich – Übersicht

Auf dieser Seite wird der Dual Run Online Comparison beschrieben, mit dem Sie die Ergebnisse von Onlinetransaktionen vergleichen können. Mit dieser Funktion können Sie überprüfen, ob sich die modernisierte Anwendung, die auf Google Cloud ausgeführt wird, bei denselben Eingaben identisch mit der alten Mainframe-Anwendung verhält.

Funktionsweise von Onlinevergleichen

Mit der Online-Vergleichsfunktion von Dual Run können Sie Transaktionen analysieren, indem Sie Live-Traffic erfassen, ihn auf dem modernisierten System wiedergeben und die Ergebnisse vergleichen.

Der erste Schritt beim Onlinevergleich besteht darin, den Netzwerkverkehr zwischen dem Mainframe und der modernisierten Anwendung zu erfassen. Dazu werden in Dual Run Interceptors verwendet.

Die Dualizer-Komponente spielt dann erfasste Onlinetransaktionen auf dem modernisierten sekundären System ab. Sie verarbeitet aufgezeichnete Transaktionen aus einer Warteschlange (z.B. Pub/Sub), sendet Anfragen an das sekundäre System und ruft Antworten ab.

Schließlich werden die primären und sekundären Antworten mit derselben zugrunde liegenden Vergleichs-Engine verglichen, die auch für den Batch-Dateivergleich verwendet wird. Anfragen, Antworten und Vergleichsergebnisse werden in Cloud Storage gespeichert und Vergleichsergebnisse werden in BigQuery gestreamt.

Unterstützte Protokolle

Dual Run unterstützt die folgenden Protokolle für den Onlinevergleich:

  • HTTP(S) SOAP
  • HTTP(S) REST
  • MQ
  • TN3270

Wichtige Features

Der Onlinevergleich von Dual Run bietet mehrere Funktionen, die eine präzise und flexible Transaktionsanalyse ermöglichen.

Endpunktgruppen

Endpunktgruppen sind der zentrale Mechanismus in Dual Run, mit dem Sie Ihren Mainframe-Endpunkt mit dem Endpunkt Ihrer modernisierten Anwendung verbinden können. Sie definieren Endpunktgruppen, um festzulegen, wie Traffic verarbeitet und verglichen werden soll.

Flexible Konfiguration von Vergleichen

Für den Onlinevergleich sind zwei Konfigurationsdateien erforderlich:

  • Formatdatei:Gibt die Formate der Felder an, die in der Nachricht enthalten sind.
  • Vergleichsdatei:Gibt die Felder an, die bei Dual Run verglichen werden sollen.

Diese Konfigurationsdateien verwenden dieselbe Logik wie die Dateien für den Batchvergleich.

Mit Dual Run können Sie Standardformat- und Vergleichsdateien für Endpunktgruppen angeben und diese bei Bedarf für bestimmte Endpunkte überschreiben.

Dual Run bietet auch ein Befehlszeilentool, mit dem Sie die Konfigurationsdateien basierend auf Aufzeichnungen von Verkehrsmeldungen generieren können. Nach der Generierung können Sie die Dateien manuell bearbeiten, um die Konfiguration zu optimieren.

Betriebsmodi

Sie können Endpunktgruppen so konfigurieren, dass sie in verschiedenen Modi ausgeführt werden:

  • Passthrough:Der Traffic wird ohne Änderungen oder Dualisierung über den Interceptor weitergeleitet. Dieser Modus ist nützlich, um die Netzwerkverbindung zu validieren, ohne die Leistung des primären Endpunkts zu beeinträchtigen.
  • Aufzeichnen:Erfasst und speichert Live-Traffic vom primären Endpunkt zur späteren Analyse oder Konfigurationsgenerierung.
  • Dualize:Der Vorgang wird am primären Endpunkt aufgezeichnet, am sekundären Endpunkt wiedergegeben und die Transaktionen werden verglichen.
  • Single Output Hub (SOH): Wird für MQ-Endpunkte verwendet, bei denen der Mainframe als Client fungiert. Der Vorgang wird am primären Endpunkt aufgezeichnet, am sekundären Endpunkt blockiert, um doppelte Nachrichten an externe Systeme zu verhindern, und die Anfragen werden verglichen, nicht die Antworten.

Regeln für Routing und Vergleich

Mit Dual Run können Sie Zuordnungsregeln auf den Traffic Ihrer Anwendung anwenden, um separate Vergleichs- und Formatdateien für verschiedene Szenarien zu konfigurieren. Wenn ein Datensatz mit einer Regel übereinstimmt (basierend auf Feldern, Inhalt, Quelle oder Format), führt Dual Run den Vergleich mit den von Ihnen angegebenen Konfigurationsdateien durch.

Unterstützung verschiedener Nachrichtenformate

Dual Run unterstützt Szenarien, in denen das modernisierte (sekundäre) System ein anderes Nachrichtenformat als das Legacy-System (primäres System) zurückgibt, z.B. bei der Migration von Nur-Text zu JSON. Sie können unabhängige Formate konfigurieren und festlegen, wie Dual Run sie für den Vergleich zusammenführen soll.

Unterstützung für zustandsorientierte Sitzungen

Für zustandsorientierte Kommunikationsprotokolle wie TN3270 verwendet Dual Run einen Sitzungshandler. Diese Komponente verwaltet aktive Sitzungen mit dem sekundären System und ermöglicht die kontinuierliche Verbindung mit dem Mainframe.

Nächste Schritte

Weitere Informationen zur Dual Run-Architektur